
Bericht zur bestandenen FH 3
Es kommt nicht alle Tage vor, dass ein "Nordischer" an einer
ÖPO - Prüfung teilnimmt und es erweckt immer misstrauische
Augen der Leistungsrichter.
Noch "unglaublicher" wird es, wenn sich ein Hundebesitzer
mit seinem Akita Inu zur Fährtenarbeit der FH 3 - Der höchsten
Stufe der Fährtenarbeit in Österreich -
beim Leistungsrichter meldet.
So geschehen am 09. Nov. 2002 bei der OG-Prüfung des ÖGV
Hartberg.
Herzliche Gratulation unserem Mitglied Anton Haidenbauer und seinem
Akita Rüden Akuma zur bestandenen FH 3 mit der Bewertung GUT,
einer Bewertung, die so manchen Gebrauchshundebesitzer neidisch werden
lässt.

Einen kleinen Überblick über diese Prüfung,
um den Stellenwert dieser Leistung auch zu verdeutlichen:
FH3 ( Fährtenhundeprüfung
3)
Fremdfährte, 2000 Schritt, 8 Schenkel, 7 Gegenstände ( +
1 Identifikationsgegenstand ), 3 Stunden alt, Verleitungsfährte,
40 min. Ausarbeitungszeit.
Beschreibung:
Der Fährtenleger legt eine 2000 Schritt lange Fährte die
aus 8 Schenkeln ( 7 Geraden und einem Bogen mit einem Durchmesser
von min. 30 Metern ) und 7 Winkel ( davon mind. 2 mit einem Spitzen
Winkel von 40 - 50 ° ) besteht. Auf dieser Fährte werden
7 Gegenstände und der Identifikationsgegenstand ( max. Größe
der Gegenstände 10cm x 3cm und einer Stärke von 1 cm aus
den Materialien Holz, Leder und Stoff ) gelegt, welche der Hund anzeigen
muss.
Eine halbe Stunde vor der Ausarbeitungszeit wird die Verleitungsfährte
gelegt ( = eine fremde Person überquert auf zwei Geraden die
Fährte = " frische Spur").
Nach 3 Stunden, OHNE dass der Hundeführer die Fährte kennt
oder weiß wie diese gelegt ist, beginnt die Ausarbeitung. Der
Abgang befindet sich in einer Fläche von 20 x 20 m, wobei die
Grundlinie mit zwei Stöcken gekennzeichnet ist ( In dieser Fläche
ist irgendwo der Identifikationsgegenstand abgelegt, welchen der Hund
selbständig aufspüren muss und erst so den Beginn der Fährte
aufgespürt hat). Ich möchte nochmals Festhalten, dass diese
Fährte bereits vor 3 Stunden gelegt worden ist! Nun beginnt der
Hund mit dem Hörzeichen "Such" diese auszuarbeiten
( Suchkriterium gleichmäßig und intensiv, auch auf den
Winkeln )und muss alle Gegenstände (irgendwo auf der Fährte
ausgelegt) dem Hundeführer anzeigen. Der Hundeführer folgt
seinen Hund in 10 m Entfernung, gelegentliches Lob oder neues Hörzeichen
sind erlaubt, aber nicht auf einem Winkel oder bei einem Gegenstand.
Der Hund darf nicht in die Verleitungsfährte (= Fehler ) und
darf sich nicht mehr als 10 m von der Fährte entfernen, bei kürzeren
Entfernungen muss der Hund selbständig auf die Fährte zurückfinden.
Max. Zeit 40 min. Der Hund geht an die Grenze seiner Belastungsfähigkeit,
durch diese intensive und vor allen lange Dauer der Fährte erhöht
sich sogar die Körpertemperatur des Hundes.
Nochmals herzlichen Glückwunsch zu dieser enormen Leistung, als
erster Akita in Österreich und wahrscheinlich sogar als erster
" Nordischer " eine FH 3 Prüfung abgelegt zu haben.