Dieser Brief wurde uns aus Deutschland zugesandt
Import von Akita und GJD aus Ländern,
die nicht der FCI angehören
Hallo
liebe Akita- und GJD-Freunde,
nun ist die Rasseteilung schon fast 3 Jahre alt, und noch immer
ist die FCI der einzige
Hundezuchtverband der Welt in dem die beiden Rassen nicht mehr gemischt
werden dürfen.
Züchter und Interessierte sind allerdings auf Importe aus den
anderen Verbänden angewiesen - zum
Aufbau einer Zuchtbasis für die GJD und zur Einführung
frischen Blutes bei den Akita.
Es
ist nicht leicht, aus diesen Ländern einen wirklich reinrassigen
Akita oder GJD zu importieren, denn
dort werden gleich drei Typen unter ein und demselben Rassennamen
geführt. Nämlich Akita, GJD
und die Mischlinge aus den beiden Rassen. Sie werden dort alle unter
dem Namen Akita gezüchtet
und auch so registriert und alle bekommen die Ahnentafel als Akita.
Das bedeutet, selbst wenn ein
importierter Hund phänotypisch einwandfrei einer der Rassen
zugeordnet werden kann, ist es nicht
sicher, dass dieser Hund auch wirklich reinerbig ist.
Sicherlich gibt es in diesen Ländern reichlich Züchter,
die niemals die beiden Rassen miteinander
vermischen würden, da sie selbst auch von der Rasseteilung
überzeugt sind und für ihr eigenes Land
wünschen würden....., aber es gibt auch die anderen, die
immer noch nicht den Unterschied zwischen
GJD und Akita sehen (wollen???).
Und
diese Züchter kreuzen auch heute noch die beiden Typen und
verkaufen ihre Hunde als
reinrassige Akita weil der Dachverband ihres Landes das immer noch
zulässt.
Bei
diesen Dachverbänden handelt es sich bekannter Weise um AKC,
CKC und KC.
Die
meisten Importkäufe werden heutzutage per Internet und Email
abgewickelt, manchmal auch noch
per Fax und Telefon, also ist auch ein zügiger Austausch kein
Problem mehr.
Es
ist sicherlich ratsam, wenn nicht unabdingbar, sich vor dem Welpen-/Hundekauf
die Ahnentafel
des Hundes schicken zu lassen, damit man schon im Vorfeld die Möglichkeit
der Kontrolle um die
Reinrassigkeit hat.
Wer
nicht die Kenntnisse hat, eine solche Ahnentafel zu lesen, sollte
sich nicht scheuen, dieselbe
durch jemanden, der sich auskennt, checken zu lassen. In jedem Club
sind Ansprechpartner für diese
Dinge, da bin ich sicher.
Zusätzlich zur Abstammung eines jeden Imports ist es sicherlich
auch noch wichtig, sich über
Gesundheit und Erbgesundheit der Abstammungslinien zu informieren.
Das sollte auf keinen Fall
unterlassen werden.
Die aktuelle Situation der Akita und GJD ist die, dass momentan
nur die FCI , bzw. deren
Mitgliedsclubs, die Reinzucht beider Rassen garantiert.
Züchter sollten sich dieser Verantwortung bewusst sein. Züchter
von GJD sogar noch bewusster,
denn die sind jetzt gehalten, die Entwicklung der reinrassigen American
Akitas bestmöglich zu
unterstützen.
Wir sollten unser Bestes geben, beide Rassen in der FCI optimal
zu fördern und entwickeln und
deshalb beim Import mehr als vorsichtig und skeptisch sein, wenn
der importierte Hund aus einem der
Länder kommt, wo noch nicht die Rassen geteilt sind. Die Mitgliedsvereine
der WUAC haben beim
letzten Treffen in Amsterdam 2002 beschlossen, Akita oder GJD, die
nach dem 31.12.1999 geboren
sind, und gemäss Ahnentafel nicht reinrassig sind, nicht mehr
anzuerkennen und zu übernehmen,
bzw. registrieren. Also: Augen auf beim Hundekauf!
Recht
herzliche Grüße
Carola Biermann
09.06.2003